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Ökologische Energiethemen im Alltag

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Ökostromwechsel leicht gemacht

ÖkostromwechselBeim täglichen durchstöbern verschiedener Energiebeiträge im Internet bin ich auf eine neue Aktion von Utopia gestoßen. Die neue groß angelegte Stromwechsel-Kampagne möchte auf eine simple Art jedem den Atomausstieg möglich machen. Ziel: 10.000 Menschen wechseln gleichzeitig zu Ökostrom. Helfen sollen vor allem auch viele prominente deutsche Gesichter, die demonstrieren wie einfach es tatsächlich ist persönlich Gutes für die Umwelt zu tun.

Laut Utopia muss lediglich ein Antragsformular ausgefüllt und an den neuen der vier empfohlenen Anbieter (EWS, Greenpeace Energy, Naturstrom, Lichtblick) geschickt werden. Mehr nicht. Klingt irgendwie zu einfach. Bei der genaueren Betrachtung der kWh Preise der Ökostrom Anbieter komme ich noch mehr ins Grübeln. Ich krame meine letzte Stromabrechnung heraus und stelle mit Erstaunen fest, dass es gar nicht so viel teurer wie mein bisheriger Anbieter ist. Man könnte also tatsächlich mit nur einem minimalen Mehraufpreis und anscheinend einem sehr unkomplizierten Wechselprozedere der Umwelt ernsthaft helfen.

Vielleicht ist ja auch für mich endgültig der Zeitpunkt gekommen nicht nur drüber zu reden und zu schreiben, sondern auch endlich zu wechseln. Deshalb habe ich mir fest vorgenommen genau das diese Woche in Angriff zu nehmen. Meine Erfahrungen werde ich natürlich hier dokumentieren und eventuell noch mehr Menschen dazu bringen dasselbe zu tun.

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Ökostrom Label wo das Auge hinsieht

Sauberer StromDa hat man sich nun endlich dazu entschieden einen Mehrpreis für Ökostrom zu bezahlen und steht bereits vor der nächsten großen und vielleicht sogar noch schwierigeren Entscheidung. Welcher Anbieter kommt für mich in Frage? Der erste logische Schritt wäre bei meinem lokalen Stromanbieter nachzufragen. Schaut man sich einige Stadtwerke an ist erfreulicherweise festzustellen, dass sie bereits Ökostrom anbieten. Nur irgendwie scheint da jeder seine eigene Zertifizierungsart gefunden zu haben. Die Einen rechtfertigen Ökostrom durch RECS Zertifikate, der Nächste durch einen TÜV Stempel und wieder Andere durch irgendwelche Partnerunternehmen. Bei anderen Stromanbietern sieht es nicht viel anders aus. Wie soll man da wissen wo denn nun der Strom wirklich herkommt und ob er überhaupt noch Ökostrom ist. Aus diesem Grund werde ich in nächster Zeit die fünf grundlegenden deutschen Ökostrom Zertifikate einzeln erklären. Die da wären:

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Was war jetzt noch mal der Energieausweis?


energieausweis02.gif
In letzter Zeit kommt einem immer wieder der Begriff Energieausweis bzw. Energiepass zu Ohren. Aber was genau hat es damit auf sich? Muss ich als Mieter oder Hauseigentümer einen solchen besitzen?

Grundsätzlich steht fest, dass ab dem 1. Juli 2008 Immobilienbesitzer nach und nach den Energiepass vorlegen können müssen, wenn sie eine Wohnung oder ein Haus vermieten oder verkaufen wollen. Das muss nicht unbedingt ein Mehraufwand bedeuten, da schließlich Heizkosten zunehmend ein Argument für Mieter und Käufer sind. Sinn und Zweck dieser Aktion ist der Grundgedanke, dass die Bundesregierung und die EU planen bis ins Jahr 2020 den Ausstoß von CO² um 36 Prozent zu reduzieren. Die größten Einsparmöglichkeiten liegen vor allem im Bereich von Gebäuden. Der Energiepass soll Immobilienbesitzer zu energieeffizienten Sanierungsmaßnahmen motivieren und vor allem zum Mitdenken und Mitmachen anregen.

So ein Ausweis besteht aus mehreren Seiten, wobei hier beispielhaft die interessanteste (Seite 2) mit dem berechneten Energiebedarf des Gebäudes abgebildet ist. Ein komplettes Musterexemplar ist hier einzusehen.

energieausweis.jpgUm das ganze noch ein wenig komplizierter zu machen wird zwischen einem bedarfsorientierten und verbraucherorientierten Ausweis unterschieden.

  • bedarfsorientierte Variante: Detaillierte und damit auch teurere Untersuchung des Energiebedarfs durch einen Experten – also, wie viel aus Öl, Gas, Fernwärme, oder Pellets gewonnene Energie das Haus verbraucht. Die Kosten liegen zwischen 200-300 Euro.

  • verbraucherorientierte Variante: Der anhand von Heizkostenabrechnungen einfach zu ermittelnde Verbrauch der bisherigen Bewohner. Die Kosten liegen zwischen 25-100 Euro.

Empfehlenswert ist die bedarfsorientiert Variante, da sie vom baulichen Zustand des Hauses und der Haustechnik ausgeht und einen guten Vergleich zwischen verschiedenen Gebäuden, unabhängig vom Verhalten der Bewohner, erlaubt. Der Pass gilt zehn Jahre und für alle Wohnungen eines Hauses. Des weiteren darf der Eigentümer die Kosten für den Ausweis nicht auf die Mieter umlegen.

Am Rande sollte jedoch auch erwähnt werden, dass kein Ausweis benötigt wird solange der Verkauf oder die Neuvermietung der Immobilie nicht geplant ist.

Die Experten, die diesen Pass ausstellen können sind z.B. Architekten, Innenarchitekten, Bauingenieure, Bautechniker, Gebäudeenergieberater – aber auch Schornsteinfeger, Maschinenbauer oder Elektrotechniker, die eine entsprechende Qualifikation nachweisen können. Die deutsche Energieagentur (Dena) hat zurzeit mehr als 21000 in ihrer Datenbank. Vielleicht ist ja direkt der passende dabei.

 


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Bioläden und ihre Kunden

BiotüteDas Bioläden momentan an allen Ecken aus dem Boden sprießen ist jedem bekannt und auch gar nicht unbedingt hier der Rede wert. Denn was hat Bio schon mit dem Energie zu tun? Wenn man die heutige Kundschaft dieser Läden genauer unter die Lupe nimmt scheint das Thema Energieverbrauch eher nebensächlich zu sein. Irgendwie hatte man ja schon immer das Gefühl, das Einkaufen im Bioladen doch etwas mit Prestige, Mode und Trend zu tun hat und nicht immer mit wirklicher Überzeugung der Umwelt etwas Gutes zu tun.

Folgendes verlinktes Video lässt einen doch sehr schmunzeln.

Alles Öko, oder was?: Bioläden und Porsche

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Was war jetzt noch mal Ökostrom?

Was ist denn nun eigentlich Ökostrom? Anscheinend für viele Deutsche immer noch ein Fremdwort.

 

 

Eine leicht verständliche Definition ist auf Wikipedia zu finden und lautet:
„Mit dem Begriff Ökostrom wird elektrische Energie bezeichnet, die auf ökologisch vertretbare Weise aus erneuerbaren Energiequellen hergestellt wird. Dies geschieht in Abgrenzung insbesondere zu Kernkraft, Kohle und Öl, aber auch zu Mammutprojekten im Bereich der Wasserkraft wie dem Drei-Schluchten-Staudamm in China.

Auch die elektrische Energie eines Stromanbieters, der seine Kunden ausschließlich aus umweltschonenden Energiequellen versorgt, wird Ökostrom genannt.“

 

Im Gegensatz zu konventionellem Strom, der aus einer Mischung von fossilen Brennstoffen, Kernspaltung und einem kleinen Teil erneuerbaren Energien gewonnen wird, versteht man unter Ökostrom Energie, die ausschließlich aus regenerativen Energiequellen stammt. Ökostrom wird aus folgenden Quellen gewonnen:

  • Wasserkraft: Die Strömungsenergie von fließendem Wasser wird über Maschinen in Energie umgesetzt.
  • Biomasse: Nachwachsende Rohstoffe und organischer Abfall werden verbrannt und somit in Energie umgewandelt.
  • Windkraft: Windenergie wird durch Windkraftanlagen in Energie umgewandelt.
  • Sonnenenergie: Solar Strom wird durch die Nutzung der Strahlung und Wärme der Sonne gewonnen.

 

Durch den vermehrten Gebrauch von Ökostrom soll vor allem der Anteil an produziertem CO² je erzeugter Kilowattstunde abnehmen. Jedoch ist es wichtig zu erwähnen, dass alle Stromanbieter in das gleiche Netz, den so genannten „Stromsee“ einspeisen und somit bei Ökostromkunden im physikalischen Sinne nichts anderes ankommt, als bei den Verbrauchern von konventionellem Strom. Sinn und Zweck des Ökostroms ist es daher, den im Stromsee enthaltenen Anteil an regenerativen Energien zu erhöhen und so einen umweltfreundlicheren Strommix in allen deutschen Haushalten zu erreichen.

 

Der erste entscheidende Aspekt von Ökostrom ist die Unterscheidung zwischen mengengleicher und zeitgleicher Stromversorgung. Mengengleich heißt, dass über ein Jahr genauso viel Menge in das Stromnetz eingespeist wird wie aus dem Stromnetz entnommen wurde. Die zeitgleiche Versorgung bedeutet, dass in jeder Sekunde genau die Menge Strom eingespeist wird, die auch entnommen wird. Wichtig ist vor allem zu erwähnen, dass der Stromverbrauch im Laufe des Tages schwankt. Stromspitzen gibt es zum Beispiel morgens, mittags und abends aufgrund von Frühstück, Mittagessen und Abendessen. Der Stromverbrauch ist zu diesen Tageszeiten also wesentlich höher. Gibt nun ein Versorger eine Strommischung von nur (100%) Wasserkraft an, welcher mengengleich eingespeist wird, erhält der Kunde zu Spitzenzeiten einen Stromanteil dessen Herkunft unbekannt ist. Ein Versorger, der seinen Strom jedoch zeitgleich einspeist, kann fast sicher garantieren, dass sein Strom wirklich nur aus dem angebotenen Energiemix besteht.

 

Leider basiert der Großteil der Ökostrom-Angebote nicht auf solchen direkten Lieferbezügen, sondern auf RECS-Zertifikaten. Die Erklärung dieser Zertifikate würde allerdings zu weit führen, folgt aber ganz bestimmt noch zu einem anderen Zeitpunkt.

 

Der Bau und die Inbetriebnahme neuer regenerativer Anlagen ist der zweite wichtige Aspekt in Bezug auf Ökostrom. Nur so können dauerhaft die konventionellen Kraftwerke vom Markt verdrängt werden.
Ein ideales Ökostromprodukt basiert demnach auf einer zeitgleichen Belieferung der Kunden aus bereits bestehenden regenerativen Kraftwerken und einer möglichst hohen Förderung des Ausbaus der Erzeugungskapazität. Beispiele hierfür wären unter anderem Greenpeace energy, Naturstrom AG, Lichtblick und Die Strommixer GmbH.

 

Lange Rede kurzer Sinn: Nicht überall wo Öko draufsteht ist auch Öko drin. Aber das wussten wir ja eh schon alle. Gut ist dennoch zu wissen, dass es den tatsächlichen Ökostrom gibt und dass er für jedermann zu erwerben ist.

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Stand-by Modus

 

standby.gifWir wissen zwar alle, dass Geräte im Stand-by Modus nicht gerade sehr stromsparend sind, aber wieviel Kosten wir tatsächlich nur durch einen einfachen Knopfdruck jeden Tag sparen können, ist wahrscheinlich niemandem von uns bewusst.

Die Deutsche Energie-Agentur (dena) hat sich unter anderem genau diesem Thema gewidmet. Ein sehr einfach zu bedienender und übersichtlicher Stand-by Rechner ermöglicht es in ein paar Minuten genaue Informationen über den eigenen Energieverbrauch aller im Haushalt befindlichen Stand-by Geräte zu bekommen. Welche Geräte die meisten Kosten verursachen wird anschließend detailliert mit einer Grafik dargestellt. Auch einige Energiespar-Tipps für den alltäglichen Gebrauch werden direkt mitgeliefert.

Tipps zum Thema Stand-by Modus gibt auch e.on mit Hilfe eines kurzen Vidoes.

 

 

Schlussendlich meiner Meinung nach ein gelungener und vor allem sehr hilfreicher Internetauftritt. Für jedermann sehr zu empfehlen.

 

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Spielzeugauto mit Brennstoffzelle

 

H2Go_1

Wer hätte das gedacht. Ein wasserstoffbetriebenes ferngesteuertes Spielzeugauto (H2Go) ist eines von acht Siegern des ToyAward 2008 in der Kategorie Elektronik & Technik. Luigi Colani, ein vielfach ausgezeichneter Industriedesigner, wurde für das Projekt angeworben, der Leichtbaumaterialien verwendete, die aus getreidebasierten Kunststoffen bestehen. Ergebnis ist daher ein sehr aerodynamisches Aussehen des Autos. Zudem hat sich eine Partnerschaft zwischen Corgi International und Horizon Fuel Cell Technologies für die Zukunft vorgenommen eine ganze Palette solcher wasserstoffbetriebenen Spielzeuge herzustellen. Damit soll eine globale Spitzenposition für Spielzeuge eingenommen werden, die saubere Energie nutzen.

Strom bekommt das H2Go durch eine wasserstoffbetriebene Brennstoffzelle. Diese wird mit Hilfe einer mitgelieferten Betankungsstation jederzeit mit neuer Energie aufgefüllt. In dieser wird mit einem Photovoltaikmodul aus Sonnenenergie Strom erzeugt, der per Elektrolyse aus Wasser Wasserstoff herstellt, der dann wiederum vom Modellauto getankt werden kann.

 

Michael Cookson, Vorstandsvorsitzender von Corgi International, erklärte: „Der H2Go ist nicht nur ein ferngesteuertes Auto mit neuer Technologie, sondern auch ein Symbol für die bevorstehende Anpassung der Spielzeugindustrie an eine Zukunft mit sauberer Energie.“

 

 

Eine schöne Vorstellung wenn Kinder in Zukunft mit einem stärkeren Bewusstsein über alternative Energien aufwachsen. Bleibt zu hoffen, dass beim Kauf eines solchen Autos auch Erklärungen beigelegt sind, die den Kindern verständlich machen, wie diese Art der Energie funktioniert und warum sie eine echte Alternative zu den bisherigen bietet.

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